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Von der Manifestation zum "Abrakadabra": Ich kreiere durch mein Wort

  • vor 3 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Was sind Deine Erfahrungen mit Manifestation?

Nachdem ich in letzter Zeit viel zum Thema Manifestation gelesen habe, war ich inspiriert, selbst etwas zur Diskussion beizutragen.

Ist es dir auch schon mal so gegangen, dass du in deinem Leben etwas kreieren wolltest, dass du etwas manifestieren wolltest, dass du etwas in dein Leben ziehen wolltest und stattdessen das genaue Gegenteil davon passiert ist? Mir ist das jedenfalls früher oft so gegangen.

  • Was wolltest Du kreieren?

  • Was waren Deine Erfahrungen?

  • Was hat funktioniert und was nicht?


Wie manifestieren oder kreieren wir etwas in unserem Leben, oder wie ziehen wir es an?

Da gibt es natürlich jede Menge Theorien dazu.

Manche sehen ungefähr so aus:

  • Ich fokussiere mich voll und ganz auf das, was ich kreieren will, und darauf, dass es bereits vorhanden ist.

  • Ich visualisiere es.

  • Ich bringe mich mit meiner Energie in diese Visualisation hinein.

  • Ich erlebe es schon jetzt in meinem Körper.

  • Und dann, so die Theorie, werde ich genau das anziehen, was ich visualisiert habe.

Natürlich kann ich etwas, das ja jetzt gar nicht da ist, durch komplettes Fokussieren darauf, für einen Moment tatsächlich in meinem Inneren wachrufen.

Das Problem damit ist nur, dass es letztendlich eben gar nicht da ist.In einem gewissen Sinn macht mir das Fokussieren auf das, was ich mir vorstelle, sogar noch mehr bewusst, dass ich dort einen Mangel habe.

Da ist eine Lücke zwischen dem, was jetzt ist, und dem, wo ich hin will.

Genau diese Lücke, dieser Mangel, auf den ich mich dadurch unbewusst fokussiere, kreiert Stress in meinem System. Und dieser Stress ist eigentlich auch ganz in Ordnung, denn er soll mich ja in die Handlung bringen.

Denn was immer ich kreieren möchte, braucht es Handlung, um von A nach B zu kommen. Und wenn ich eine Lücke feststelle, so kann ich diese durch meine Handlung schließen.

Das ist aber etwas, was in den reinen Lehren der Manifestation oft ausgelassen wird. Da geht es nur um diese Vorstellung und dass ich dann irgendwie energetisch das in mein Leben ziehen werde, was ich jetzt noch nicht habe.

Ein weiteres Problem damit ist, dass ich das, was ich damit weghaben möchte, nämlich den Mangel, immer mehr abspalte, in den Schatten bringe.

Und Schatten sind das, was genau unbewusst mein Leben übernimmt.

Das was ich abspalten will, wird mir dann immer wieder wie von außen begegnen.Indem wir den Mangel abspalten, begegnet uns genau dieser Mangel. Dazu kommt, dass wir uns selber unter Stress setzen und so sehr damit identifiziert sind, dass wir diesen Mangel jetzt überwinden müssen, dass wir in einem permanenten Überlebensresponse sind auf diesen abgespaltenen Mangel. Und dann kann es passieren, dass wir irgendwann entmutigt werden und genervt aufgeben.

Was ist denn nun eigentlich Manifestation? Gibt es so etwas? Ist das möglich?

Letztendlich geht die Idee der Manifestation auf Lehren aus der Kabbalah zurück, wo es letztendlich darum geht, mit meinem Wort zu kreieren. Das ist die ganz alte, ursprüngliche, echte Magie, das Abracadabra, was auf ein aramäisches Wort, zurückgeht: Avrah Kahdabra, was bedeutet, ich kreiere durch mein Wort. Wie kann ich wirklich durch mein Wort kreieren? Indem ich eins werde mit meinem Wort.

Wie werde ich eins mit meinem Wort?

Zunächst einmal trainiere ich das tatsächlich: Der Klang meiner Stimme, die Worte, die ich ausspreche, meine innere Intention, all das wird eins.

Das Wort ist aber auch ein Wort, das wir geben, entweder uns selber oder anderen.

Und hier ist es dann zunächst einmal wichtig, dass ich unterscheide, ob das Wort, das ich hier gebe, tatsächlich mein Wort ist. Ist es das Wort, was ich geben sollte? Entspricht es meinem Unique Self?

Und wenn ich geklärt habe, ob das wirklich mein Wort ist, ob es meinem tiefsten Herzensbegehren entspricht, ob es meinem tiefsten Wert im Innern entspricht, ob es meiner tiefsten Intention entspricht, ob es wirklich meinem einzigartigen Ausdruck entspricht, dann kann ich ein Wort geben.

Und dann bringe ich Integrität hinzu.

Das heißt, ich tue, was ich versprochen habe, ich bringe Handlung hinzu. Und wenn diese Handlung dann eins ist mit meinem Wort, mit meiner Absicht, mit dem, was ich wirklich in diesem Moment fühle, was ich wirklich in diesem Moment begehre, dann führe ich sie aus. Ich bin in meiner Integrität.

Ich tue das, was ich gesagt habe, was ich tun würde. Und durch diese Einheit von Intention, Begehren, meiner Einzigartigkeit mit meinem Wort und mit meiner Handlung, darüber kreiere ich dann tatsächlich, was meiner Absicht entspricht.

Das Wort, das ich gebe, ist nicht einfach ausgedacht, es ist etwas, was mir von der Vereinigung des Göttlich-Männlichen und des Göttlich-Weiblichen in mir gegeben wird.

Und dazu gibt es z.B. eine Praxis, die wir im CosmoErotic-Humanism immer wieder machen und die genau auf diese Tradition zurückgeht. Was immer ich tue, mache ich im Namen der Vereinigung (LeShem Yichud) zwischen dem Göttlich-Männlichen (Kudsha Berichu) und dem Göttlich-Weiblichen (U-Shechintei).

 
 
 

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